Erwerb der ASi Industries GmbH (ASi) unterstützt die Aufstellung der ErSol für den geplanten Börsengang

Erfurt, den 08.09.2005

  • Konkrete Börsenpläne
  • Wafer- und Solarzellenherstellung unter einem Dach
  • Vertragsabschlüsse mit führenden Modulherstellern
  • Notierung im Prime Standard angestrebt

Der Solarzellenhersteller ErSol Solar Energy AG, Erfurt (ErSol), will noch in diesem Jahr an die Börse. Die Aktien der Gesellschaft sollen bereits im September Investoren angeboten werden.

Das Kerngeschäft des Unternehmens ist bislang die Produktion von mono- und multikristallinen Silizium-Solarzellen. Zudem vertreibt ErSol Solarmodule und weitere Komponenten für Solaranlagen. "Mit ASi integrieren wir nun auch die der Solarzellenproduktion vorgelagerten Prozesse der Ingot- und Waferherstellung. Das hat für uns erhebliche Vorteile. Insbesondere, da die Ingots und Wafer als Vorprodukte maßgeblich für die Qualität der daraus produzierten Solarzellen sind", so Dr. Claus Beneking, Vorstandssprecher der ErSol. ASi zählt im Bereich der Fertigung monokristalliner Ingots und Wafer für die Photovoltaikindustrie zu den qualitativ führenden Unternehmen.

Die Transaktion gilt rückwirkend zum 1. Juli 2005. Somit erhöht ErSol ihren Anteil an der gesamten Wertschöpfungskette für die Produktion von Solaranlagen erheblich. Damit unterscheidet sich das Unternehmen von seinen direkten Wettbewerbern durch die Integration von zwei technologisch anspruchsvollen und margenstarken Bereichen der photovoltaischen Wertschöpfungskette.

Anfang September 2005 hat ErSol zudem langfristige Kundenverträge zur Lieferung von Solarzellen mit drei führenden unabhängigen Modulherstellern abgeschlossen: der japanischen MSK Corporation und den deutschen Unternehmen Solon und Solarwatt. Das Unternehmen setzt damit seine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit diesen führenden Unternehmen der Photovoltaik-Branche fort und verstärkt gleichzeitig seinen internationalen Fokus. Die Verträge mit Laufzeiten von bis zu 10 Jahren repräsentieren einen Gesamtumfang von über Euro 1 Mrd. Den Bezug des derzeit weltweit knappen Rohstoffs Silizium zur Produktion von Solarzellen aus den von der ASi gefertigten Vorprodukten Ingots und Wafer hat ErSol durch Verträge mit namhaften Silizium-Herstellern über einen gleich langen Zeitraum gesichert. Nach Einschätzung der Gesellschaft sind dadurch die Produktionskapazitäten von ErSol und ihrer neuen Tochtergesellschaft ASi für die Herstellung von Ingots, Wafern und Solarzellen für die kommenden Jahre nahezu vollständig ausgelastet.

"Wir haben ErSol innerhalb kurzer Zeit zu einem gut positionierten und profitablen Anbieter der Solarindustrie entwickelt und strategische Schwerpunkte für die Zukunft gesetzt", sagte Dr. Beneking. "Mit dem Erwerb der ASi sind nun besonders gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Börsengang gegeben. Wir freuen uns über den Vertrauensbeweis, dass der bisherige Hauptgesellschafter der ASi auch dem neuen Unternehmen als Aktionär erhalten bleibt."

Auf Pro-forma Basis hat das neue Unternehmen für das Geschäftsjahr 2004 einen Konzern-Umsatz von rund Euro 50 Mio. und ein operatives Ergebnis von rund Euro 1,5 Mio. erzielt. Für das erste Halbjahr 2005 beläuft sich der konsolidierte Umsatz auf rund Euro 33 Mio. mit einem operativen Ergebnis (EBIT) von rund Euro 3,5 Mio. Die neue Gruppe beschäftigt insgesamt 225 Mitarbeiter. ErSol beabsichtigt, noch in diesem Jahr die Produktionskapazität in Erfurt zur Herstellung von Solarzellen von derzeit 25 auf bis zu 60 MW zu erweitern; in den kommenden Jahren soll weiter in den Standort Erfurt investiert und die Produktionskapazität für Solarzellen ausgebaut werden. Die Kapazität der ASi Produktionsstätte zur Herstellung von monokristallinen Wafern in Arnstadt/Thüringen beträgt derzeit rund 25 MW und soll in Zukunft ebenfalls erheblich erweitert werden.

ErSol ist auf das geplante Wachstum gut vorbereitet. Bereits heute erzielt das Unternehmen rund 50 Prozent der Außenumsätze mit Solarzellen außerhalb Deutschlands. Zudem wurde in diesem Jahr das Joint Venture Shanghai Electric Solar Energy Co., Ltd. (SESE) mit zwei chinesischen Partnern gegründet und wird voraussichtlich Anfang 2006 die Produktion von Solarmodulen für den chinesischen Markt aufnehmen. Damit verfügt ErSol über eine hervorragende Plattform für die weitere geografische Expansion, insbesondere im stark wachsenden asiatischen Markt.

Der geplante Börsengang dient primär der Finanzierung des weiteren Wachstums. Das Unternehmen strebt eine Notierung im Amtlichen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) an. Der geplante Börsengang wird von der Deutschen Bank als Sole Global Coordinator und Sole Bookrunner begleitet.

Weitere Einzelheiten zum geplanten Börsengang wird das Unternehmen zu einem geeigneten Zeitpunkt bekannt geben.

Disclaimer

Diese Mitteilung und die darin enthaltenen Informationen richten sich ausschließlich an Personen in Deutschland. Diese Veröffentlichung ist weder ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren. Das Angebot in Deutschland erfolgt ausschließlich durch und auf Basis eines zu veröffentlichenden Prospekts. Der Prospekt wird zu einem noch zu bestimmenden Zeitpunkt bei der Frankfurter Wertpapierbörse, Zulassungsstelle, der ErSol und dem Bankenkonsortium erhältlich sein.

Über ErSol

Die 1997 gegründete ErSol Solar Energy AG ist Hersteller von mono- und multikristallinen Silizium-Solarzellen und erweitert ihr Produktportfolio durch die Akquisition der ASi um monokristalline Ingots und Wafer. Zudem vertreibt das Unternehmen über die Tochtergesellschaft aimex-solar Solarmodule und weitere Komponenten zum Betrieb von Solaranlagen weltweit. Über das Joint Venture Shanghai Electric Solar Energy Co., Ltd. (SESE) kann das Unternehmen die geplante internationale Expansion, insbesondere in Asien, vorantreiben. Die neue ErSol-Gruppe beschäftigt rund 225 Mitarbeiter. Rund 80 Prozent der Anteile an der ErSol werden von der Beteiligungsgesellschaft Ventizz Capital Fund II LP gehalten.

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